Olli Martini

Vorschau 24 Stunden Rennen 2017

Wenn am 27.05.2017 um 15:30 Uhr mit dem 24 Stunden Rennen das Jahreshighlight am Nürburgring startet, ist das Team Scheid Motorsport selbstverständlich auch wieder mit am Start. Teamchef Johannes Scheid bringt erneut seinen liebevoll “Eifelblitz” genannten BMW M235i Racing Cup in der Klasse Cup5 an den Start.

Nach dem sehr erfolgreichen Saisonauftakt mit zwei Klassensiegen in der VLN geht es beim 24 Stunden Rennen allerdings zunächst einmal darum, möglichst fehlerfrei durchzukommen. “Wenn uns das gelingen sollte, sind wir sicherlich vorne mit dabei in der Klasse, das ist unsere Zielsetzung”, weiß Johannes Scheid von den Besonderheiten des 24 Stunden Rennens. “Gerade letztes Jahr haben wir ein Wetterchaos wie selten zuvor erlebt, beim 24 Stunden Rennen muss man halt auf alles gefasst sein.”

Die beiden Stammfahrer Thomas Jäger aus Wien und Rudi Adams aus den Ring-Nahen Nohn erhalten dabei Unterstützung von einem weiteren “Eifelkind” im “Eifelblitz”. Der erst 19-jährige Tobias Müller aus Euskirchen konnte bei den ersten beiden Saisonläufen im BMW 235i Racing sehr überzeugen und freut sich natürlich sehr auf seinen Einsatz: “Toll, dass ich in einem der renommiertesten Teams der Nordschleife an den Start gehen kann.”

Auch Thomas Jäger freut sich wie immer sehr auf seinen erneuten Einsatz im Team Scheid Honert Motorsport. “Ist immer wieder eine Freude, für Johannes und sein Team an den Start zu gehen, ich fühle mich bei Scheid Motorsport pudelwohl.”

Währenddessen hat der Regenspezialist Rudi Adams eine Hoffnung, die den Fans nicht ganz so gefallen wird. “Ich hätte nichts gegen etwas Regen einzuwänden, ich fahre halt verdammt gerne im Regen. Aber auch im trockenen sind wir vorne mit dabei, wenn wir fehlerfrei bleiben.”

Zwei Rennen – zwei Siege !!!

Fulminanter Saisonauftakt für das Team Scheid – Honert – Motorsport in die Saison 2017: bei den ersten beiden Läufen konnten Thomas Jäger und Rudi Adams jeweils den Klassensieg in der hart umkämpften Klasse Cup5 der BMW M235i Racing einfahren. Wie hart umkämpft beide Rennen waren, zeigt insbesondere das Ergebnis von VLN #1, als sich Rudi Adams im Schlußspurt um die Winzigkeit von sieben Tausendstel Sekunden (0,007 Sekunden) gegen Yannick Mettler durchsetzen konnte.


Bei VLN #2 war zwar der Vorsprung beim Zieleinlauf deutlich größer, aber Thomas Jäger und Rudi Adams mussten über die gesamte Distanz des Rennens alles geben, um den Sieg sicher zu stellen. “Wobei wir uns hier auch besonders bei unserer Boxencrew bedanken müssen, denn die haben einen perfekten Job gemacht, der uns im Endeffekt auch einen kleinen Vorsprung nach dem letzten Boxenstopp ermöglicht hat”, erklärten Rudi Adams und Thomas Jäger unisono.

Fotos von Peter Elbert

Zweiter – das Motto der Saison 2016

“Der zweite ist der erste Verlierer” – wie oft hat man diesen Satz im Sport schon gehört und gelesen? Und auch wenn man sich im Team Scheid Honert Motorsport schon über den ein oder anderen Sieg in der Saison 2016 gefreut hätte, kann man die Saison durchaus als sehr gelungen betrachten und das genannte Motto vollkommen vergessen.

Sechsmal Zweiter in der VLN, Zweiter beim 24 Stunden Rennen und – logischerweise – auch der zweite Platz im BMW M235i Racing Cup: so lautet die sehr positive Bilanz einer tollen Saison.

“Natürlich hätte ich gerne den ein oder anderen Klassensieg eingefahren”, ärgert sich der junge Österreicher Thomas Jäger schon ein wenig. “Aber man muss neidlos anerkennen, dass das Bonk Team mit den beiden Fahrern Michael Schrey und Alexander Mies in dieser Saison ganz einfach bei nahezu allen Rennen ein klein wenig besser waren als wir. Von daher sind sie nicht nur verdienter Meister im BMW Cup, sondern auch in der gesamten VLN. Glückwunsch auch nochmal an dieser Stelle.”

Aber unzufrieden war Thomas Jäger ebenso wenig wie sein routinierter Teamkollege Rudi Adams. “Es war eine fantastische Saison mit einem der renommiertesten und wohl typischsten VLN Teams überhaupt. Ich kann mich bei Teamchef Johannes Scheid und bei unserem Sponsor Herrn Honert nur dafür bedanken, dass ich als Eifler Urgestein endlich mal im Team von Johannes eine ganze Saison fahren konnte”, freut sich der Nohner über die Saison im Team Scheid Honert Motorsport. “Das Team ist echt toll, jeder einzelne hat einen klasse Job gemacht, schade, dass es nie zum Klassensieg gereicht hat, das Team hätte es sehr verdient gehabt.”

Und auch Teamchef Johannes Scheid bläst ins selbe Horn: “Beide Fahrer haben eine tolle Saison gefahren, Schrey und Mies waren halt einen Ticken besser als wir, daran müssen wir dann für nächstes Jahr arbeiten, um endlich wieder das tolle Gefühl eines Klassensieges einfahren zu können.”

Einig sind sich alle drei, dass die tolle Saison auch deshalb nur möglich war, weil rund 500 Sportwarte und Ehrenamtler zehn mal im Jahr für einen reibungslosen Ablauf bei den Rennen gesorgt haben. “Normalerweise müsste man sich bei jedem einzelnen bedanken, denn ohne die Sportwarte könnten wir sicherlich keine Rennen fahren”, sagt Teamchef Johannes Scheid auch im Namen seiner Fahrer.

“Es würde mich auch freuen, wenn wir in der selben Form in 2017 weiter machen können, wir alle arbeiten mit Hochdruck daran, das Team so zusammen zu lassen. Und dann gibt es auch wieder Klassensiege”, verspricht Teamchef Johannes Scheid in seiner bekannt optimistischen Sichtweise.

VLN #6: Und schon wieder “nur” Platz 2 für den Eifelblitz

Wie es aussieht, hat das Team Scheid – Honert – Motorsport ein Abonnement auf Platz 2 abgeschlossen, denn bereits zum fünften Mal in der Saison 2016 (viermal VLN plus 24h Rennen) erreichten Thomas Jäger und Rudi Adams Platz 2.

Bei der mit 18 Startern sowohl quantitativ als auch qualitativ hochklassig besetzten Klasse  Cup 5 der BMW M 235i Racing Cupautos durchaus ein Grund, froh und stolz über das erreichte zu sein, aber irgendwie kam nicht zu recht Grund zur Freude auf. “Es ist wie verhext, wir sind wirklich gut dabei, versuchen alles, machen keine Fehler, aber das Bonk-Auto mit Alexander Mies und Michael Schrey ist halt jedesmal diesen kleinen Tacken besser als wir”, ärgerte sich Rudi Adams nach dem Rennen.

Auch der Österreicher Thomas Jäger will endlich mal den ersten Sieg einfahren. “Wir sind immer nah dran, aber es reicht leider nicht ganz. Wir haben aber noch vier Chancen diese Saison, und unsere Stunde wird auch noch kommen”, ist sich Thomas Jäger sicher.

Beide Fotos von Peter Elbert

Teamchef Johannes Scheid konnte am Samstag auch einen zumindest kleinen Grund für die “Niederlage” finden. “Wir waren zu Rennbeginn etwas zu sehr im Windschatten des Bonk-BMW unterwegs, dadurch gingen die Temperaturen etwas zu sehr nach oben, was sich dann im Endeffekt auch etwas auf die Leistung auswirkt. Beim nächsten Rennen müssen wir dann einfach vorne wegfahren”, gibt er süffisant zum Besten. “Sowohl Thomas als auch Rudi sind dazu jedenfalls in der Lage und werden dies beim Jahreshighlight der VLN, dem 6 Stunden Rennen am 03.09. unter Beweis stellen.”

VLN #4 2016: Furiose Aufholjagd bringt noch Podiumsplatzierung

Bei äußerst schwierigen Witterungsbedingungen konnte das Team Scheid Honert Motorsport mit seinen beiden Fahrern Rudi Adams und Thomas Jäger eine weitere Podiumsplatzierung in der hartumkämpften Klasse der BMW M235i Racing Cup Fahrzeuge einfahren.

Alle Fotos von Peter Elbert

Doch wenn man den Rennverlauf sieht, wäre sicherlich mehr möglich gewesen als „nur“ Platz 3. Bereits im Training zeigte Nordschleifenspezialist Rudi Adams, dass er sich im Regen pudelwohl fühlt und stellte den Eifelblitz mit deutlichem Vorsprung auf die Pole Position der Startgruppe 3.

Doch bereits in Kurve 3 bekam die Hoffnung auf ein erneut gutes Resultat einen herben Dämpfer. „Dass ich beim Start einen Platz gegen Alexander Mies im Bonk-BMW verloren hatte, war nicht weiter schlimm. Doch in der dritten Kurve wurde ich von Michael Funke hinten links getroffen“, ärgerte sich der Eifelaner Rudi Adams. „Vollkommen unnötig und überflüssig diese Aktion, zumal Michael Funke als Gaststarter damit massiv in den Titelkampf eingegriffen hat.“

Durch den Schaden am Reifen und an der Heckschürze musste Adams bereits Ende der GP-Strecke die Boxen aufsuchen und den Schaden beheben lassen. Gewohnt schnell arbeitete die Crew rund um Teamchef Johannes Scheid die Startnummer 666 ab, doch bedingt durch die zusätzlich Runde GP-Strecke betrug der Rückstand auf die Führenden in der Klasse mehr als 6 Minuten.

 

Mit den zeitweise deutlich schnellsten Rundenzeiten in der Klasse Cup 5 konnte Rudi Adams Platz um Platz aufholen und an den jungen Österreicher Thomas Jäger übergeben. Auch der Bundesheer-Leistungssportler kam mit den extrem schwierigen Bedingungen gut zurecht. „Obwohl es manchmal schon sehr haarig war, denn zum starken Regen kam stellenweise dichter Nebel hinzu. Mein größter Respekt gilt den vielen Sportwarten rund um die Strecke, die es bei diesem Wetter alles andere als einfach hatten.“

Nach vier Stunden hatten Rudi Adams und Thomas Jäger dann aus einem Rückstand von 6 Minuten zu Beginn bis auf 1:22 min. zum Schluss verkürzen können, was mehr als deutlich zeigt, wer an diesem verregneten Renntag das klar schnellste Team in der Klasse Cup5 war.

„Platz 3 ist zwar ein gutes Ergebnis, aber im Endeffekt ist der Ärger um den verpassten Klassensieg größer“, wusste auch Rudi Adams. „Aber Danke schön ans Team, die erneut einen super Job gemacht haben. „In drei Wochen greifen wir wieder an, irgendwann ist das Rennglück dann auch mal auf unserer Seite.“